Exerzitien

Das Allerbeste

Das Wort „Exerzitien“ stammt aus dem Lateinischen und heißt „Übung“. Auf dem Hintergrund seiner persönlichen Glaubens- und Lebenserfahrung hat Ignatius von Loyola „geistliche Übungen“ entwickelt, die er in seinem Exerzitienbuch niedergeschrieben hat.

Ignatius sagte über die Exerzitien, dass sie „doch das Allerbeste“ seien, „was ich in diesem Leben denken, verspüren und verstehen kann, sowohl dafür, dass sich der Mensch selber nützen kann, wie dafür, Frucht bringen und vielen anderen helfen und nützen zu können.“ Papst Pius XI. rühmte die Exerzitien als „den weisesten und umfassendsten Schlüssel der Gesetze des Heiles und der Vervollkommnung der Seelen, ein wunderbares Werkzeug für das Heil der Seelen von unvergleichlicher Wirkkraft“ (Enzyklika Mens nostra, 1929).

In HohenEichen werden die ignatianischen Exerzitien in Form von biblischen Betrachtungsexerzitien und als kontemplative Exerzitien (Jesusgebet) vermittelt. Der Übende ist eingeladen, in der Stille seine Beziehung zu Gott, zum Nächsten und zu sich selbst zu reflektieren. Die Dauer der Exerzitien kann variieren und beträgt drei bis dreißig Tage („Große Exerzitien“).

Ziel der Exerzitien ist, Klarheit über die eigene Lebensgeschichte - auch mit ihren Schatten und Brüchen - zu bekommen, um aus einer vertieften Beziehung zu Jesus Christus persönliche Lebensentscheidungen treffen zu können. Wesentliche Aspekte ignatianischer Exerzitien sind Biographiearbeit und die Unterscheidung der Geister, die hilft, mit Gedanken, Bildern und Gefühlen umzugehen.

Elemente der Exerzitien

  • Täglich mehrere Stunden Meditation biblischer Texte oder des kontemplativen Jesusgebets
  • Einzelgespräch mit dem Begleiter oder der Begleiterin
  • Tägliche Eucharistiefeier
  • Morgenlob, gemeinsame stille Zeiten in der Gruppe
  • Durchgehendes Schweigen