Ignatius von Loyola

Der Pilger

Ignatius von Loyola wird 1491 als zwölftes Kind und jüngster Sohn einer baskischen Adelsfamilie in Spanien geboren. Er genießt eine höfisch-militärische Ausbildung und ist immer auf der Suche nach Ruhm und Ehre, so auch bei einer aussichtslosen kriegerischen Auseinandersetzung, bei der er schwer verwundet wird. Auf dem Krankenlager stehen ihm statt der gewohnten Ritterromane nur Heiligenlegenden und die Beschreibung des Lebens Jesu zur Verfügung. Diese Lektüre verändert sein Leben und Ignatius beschließt, Jesus nachzufolgen.

Nach seiner Genesung macht sich Ignatius als armer Pilger auf den Weg, verbringt zunächst ein Jahr als Einsiedler in strenger Buße und bricht danach auf nach Jerusalem. Er will im Heiligen Land bleiben, was ihm aber verwehrt wird. Ignatius erkennt, dass ihm theologisches Wissen fehlt, um Menschen für Christus gewinnen zu können und zu dürfen, und beginnt nach seiner Rückkehr mit dem Studium, unter anderem in Paris. Dort entsteht ein Freundeskreis, die Keimzelle der „Gesellschaft Jesu“, des späteren Jesuitenordens, der 1540 vom Papst bestätigt wird.

Ignatius schreibt seine Erfahrungen, die er als Genesender und Einsiedler gemacht hat, als „geistliche Übungen“ in seinem Exerzitienbuch auf und gibt sie unermüdlich an andere weiter, um möglichst vielen „Seelen zu helfen“ und um den kostbaren Schatz, den Gott ihm geschenkt hat, mit ihnen zu teilen. Die Exerzitien sind zum spirituellen Vermächtnis an seinen Orden und an die ganze Christenheit geworden.

Er stirbt am 31. Juli 1556. Der Orden hat zu diesem Zeitpunkt weltweit bereits mehr als 1000 Mitglieder. Ignatius wird 1622 heilig gesprochen, sein Gedenktag ist der 31. Juli.

Weitere Informationen