Sonntag, 17. Juni 2018

Begegnungen im Heiligen Land

„Er geht euch voraus nach Galiläa“ – Mit diesem Vers aus dem Markus-Evangelium war die Begegnungsreise nach Palästina und Israel vom 4. bis 14. Juni überschrieben.

Und dementsprechend verlief die Reise von Bethlehem über Jerusalem nach Galiläa an den See Gennesaret. Geleitet wurde die Reise von Wilfried Dettling SJ und Tamar Avraham.

Der Schwerpunkt lag auf Begegnungen mit Menschen vor Ort. So besuchten die Teilnehmer die Universität Bethlehem und sprachen dort mit Studentinnen und Studenten. Sehr berührend war das Gespräch mit Usama Zoughbi bei „Wi'am: The Palestinian Conflict Transformation Center“. Und natürlich stand in Bethlehem auch das Caritas Baby Hospital auf dem Programm, das Sozialprojekt von Haus HohenEichen.

Weitere eindrückliche Begegnungen: Tent of Nations bei Bethlehem, Dr. David Neuhaus SJ in Jerusalem, Prof. Dr. Mustafa Abu Sway an der Al-Quds-Universität in Abu Dis bei Jerusalem, Äbtissin Mère Bushra des kontemplativen Klosters der Verkündigung sowie eine arabische christliche Familie in Nazareth, Mitglieder der Gemeinschaft der Schwestern von Betlehem in der Eremitensiedlung Lavra Netofa.

Eine wichtige und schöne Begegnung war die mit Busfahrer Abed, der die Gruppe sicher und souverän und mit einer großen Portion Humor und Schlagfertigkeit begleitete. Und wichtig und schön waren auch die Begegnungen und Gespräche innerhalb der Reisegruppe!

Neben den geplanten Begegnungen gab es auch immer wieder Situationen und Kontakte, die die gegenwärtige harte Realität in Palästina und Israel erlebbar machten – und die die Teilnehmer zuweilen verstört und verständnislos zurückließen, ohnmächtig und hilflos, wütend und zornig. Angesichts dieser Realität bewunderten alle den Mut und die Hoffnung der Menschen im Land, die sich gewaltfrei für Frieden und Versöhnung einsetzen. Und immer hieß es zum Abschied: „Erzählt daheim von uns und betet für uns. Und kommt wieder!“